Gärtnern mit Christiane, Dezember 2015

Alle Jahre wieder…..

werde ich irgendwie von der Adventszeit überrascht. Gerade noch mitten in den Herbstarbeiten geht es mit großen Schritten auf Weihnachten zu. Im Garten bin ich heuer schon relativ gut mit den anstehenden Arbeiten vorangekommen. Bis vor kurzem war das Wetter noch sehr schön und trocken. Inzwischen ist es seit Ende November sehr viel ungemütlicher draußen. Trotzdem verbringe ich an den Wochenenden noch viele Stunden draußen – alleine schon um etwas Ausgleich zur Büroarbeit zu haben. 

Frisches Schnittgrün aus dem Garten 

Gut, dass ich so eine große Pflanzenvielfalt in meinem Garten habe. Alle zwei Jahre ist bei uns im Dorf ein ganz wunderschöner kleiner Weihnachtsmarkt. Viele aus dem Ort helfen mit, außergewöhnlich schöne Adventsgestecke und –kränze zu binden. Die dann eben auf besagtem Markt mit großem Erfolg verkauft werden. Der Erlös kommt den Vereinen im Dorf zugute. Eine Schar schneidwütiger Damen fällt dann unter anderem über meinen Garten her. So manches immergrüne Gehölz wurde von mir extra für die Weihnachtsbinderei gepflanzt. Die Foto`s beweisen, dass sich die Mühen gelohnt haben.

Pieris – als Schnittgrün toll, aber auch im Garten eine Augenweide

Christkindlesmarkt in unserem Dorf

Die Mühe hat sich gelohnt – Adventskränze wohin mal schaut

 

Weihnachtssterne wohin man schaut…

Sterne sind ja das Symbol für Weihnachten überhaupt. Sie blühen sogar auf unseren Fensterbrettern und erfreuen uns in der dunklen Jahreszeit. Leider sind die Weihnachtssterne, die überall im Handel gerade angeboten werden, gewissermaßen „Wegwerfpflanzen“. Aber solange sie bei uns stehen, soll es ihnen gut gehen. 

Damit man möglichst lange Freude an den Pflanzen hat, sollte beim Kauf auf kräftige, gesunde Pflanzen mit sattgrünen Blättern geachtet werden. Am besten gute Gärtnerware, die nicht in Folienverpackungen vor sich hin kümmert, denn die darin erhöhte Luftfeuchtigkeit fördert Pilzerkrankungen. Für den Transport müssen die Pflanzen unbedingt in Papier gewickelt werden, denn sie reagieren besonders empfindlich auf starke Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen.

Der Weihnachtstern – Farbtupfer im Wohnzimmer

Im Zimmer angekommen, möchte der Weihnachtsstern möglichst hell und warm (18–20 °C) stehen, Zugluft möglichst vermeiden. Gerade beim Lüften an Frosttagen. Die Pflanzen kommen sehr verzärtelt aus warmen Gewächshäusern. Die Erde muss immer gleichmäßig feucht, aber nie nass sein. Überschüssiges Wasser sofort aus dem Übertopf entfernen. Düngergaben sind während der Blüte nicht nötig, erst im Frühjahr, wenn die Pflanze doch weiterleben darf und Neutriebe zu erkennen sind. Dann gerne auch wieder ein paar Spritzer GeoVit spendieren. 

 

So, im Dezember gibt es mal etwas weniger Text von mir – lieber ein paar Fotos mehr. Statt zu schreiben, lese ich lieber…zum Beispiel die ersten Saatgutkataloge, meine Gartenzeitschriften und mein neues Buch, das ich mir neulich besorgt habe. „Achtsam gärtnern“ von Stefanie Syren. Der Titel hätte mich nicht so gereizt, klingt sehr esoterisch, aber es wurde angepriesen als Ratgeber der anderen Art, angereichert mit alten Weisheiten. „Wir dürfen in den Garten, ruft uns das Buch zu, „wir dürfen sehen, fühlen, schmecken, hören, riechen – selbst wenn es regnet, dann erst recht!“ Dieser Satz in der Buchbeschreibung hat mich animiert es zu kaufen. Na, ich bin ja neugierig. Wer das Buch auch kaufen will – ISBN 978-3835414501, Preis 19,99 €. 

Das Pfaffenhütchen im Dezember – immer noch schön

 

Ich wünsche euch ein wunderschönes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Gartenjahr und wie immer viele gute Ideen für das Jahr 2016.

 

Eure Christiane 

Schöne Weihnachten!